Johanneum Gymnasium Herborn

Vom 24. bis 28. Oktober 2016 fand das MINT-EC-Camp "Teilchen- und Astroteilchenphysik am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Zeuthen bei Berlin statt.
Das  DESY bot Jugendlichen im Rahmen des MINT-EC-Camps die Möglichkeit, sich intensiv mit diesen Forschungsfeldern und spannenden Fragen wie "Woraus ist die Welt aufgebaut?" und "Wie entstand das Universum?" zu befassen.

Nach einer Begrüßung und Vorstellungsrunde zu Beginn des Camps folgte ein Vortrag zur Arbeit des DESY, sowie eine kurze Übersicht des Programms, der folgenden Tage.
Erster Programmpunkt waren die Masterclasses, die während der ersten beiden Tage stattfanden. Dabei wurde zunächst eine durchaus "anfängerfreundliche" Einführung in die Teilchenphysik geboten. Diese beinhaltete eine Präsentation über das klassische Teilchenmodell, sprich, die elementaren Teilchen mit ihren Eigenschaften und den vier fundamentalen Kräften des Universums. In Bezug auf die darauf folgende Gruppenarbeitsphase wurde besonders deutlich die Funktionsweise und der Aufbau des ATLAS-Detektors im LHC, dem Leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt am CERN bei Genf, der  hochenergetische Teilchenkollisionen sichtbar macht, erläutert. Eine Reihe originaler Datensätze des ATLAS-Experiments durften dann von uns analysiert werden.

Am herauffolgenden Tag folgte eine Einteilung in Gruppen in denen wir eine Präsentation zu einem Thema in Bezug zur Teilchenphysik erstellen konnten. Außerdem beschäftigte sich der Tag mit dem Bau eines Modell des ATLAS-Detektors aus ca. 10.000 Legosteinen im Maßstab 50:1. Der Vorletzte Tag bot Gelegenheit einzelne Forschungsprojekte und Werkstätten am DESY zu besichtigen, und wir hörten einige sehr interessante Vorträge wie den eines Wissenschaftlers, der im Rahmen des "IceCube" Projekts ein ganzen Jahr am Südpol verbrachte, wo die eine Hälfte des Jahres Sonnenschein, und die andere Hälfte vollständige Dunktelheit herscht.

Freitag der 28. Oktober war nun (leider) der letzte Tag des Camps erreicht. Zu Beginn des Tages hatten wir die Möglichkeit eigene Nebelkammern zu bauen, in denen Teilchenstrahlung, die vom Weltall aus auf die Erde trifft, in Form von Kondensspuren sichtbar wurde. Zum Schluss stellten wir unsere während des Camps angefertigten Präsentation vor, und konnten sehr Hilfreiche Kritik von Wissenschaftlern, die sich auch im Publikum befanden, erhalten.
Das MINT-EC-Camp "Teilchen- und Astroteilcehnphysik" wird Ende nächsten Jahres erneut stattfinden und ich kann rückblickend jedem, der sich für Teilchenphysik faszinieren kann oder auch einfach offen für neue Einblicke in dieses Forschungsgebiet ist, die Teilnahme wirklich ans Herz legen.

Leon Sieke
Gruppenfoto mit ATLAS-Modell
 
Analyse der ATLAS Daten
 
 
Nebelkammer
 
 
Nebelkammer Alpha-Teilchen