Johanneum Gymnasium Herborn

Eine Bericht aus der Perspektive einer Schülerin, die am MINT-EC-Camp "Werktstofftechnik teilgenommen hat....

Das Camp fand vom 06.- 09 März in Freiberg statt. Nach der Ankunft im Pi-Haus, einem Jugendhaus, machten wir uns auf zur Reichen Zeche. Die Reiche Zeche ist ein Silberbergwerk, welches heute zu Forschungszwecken genutzt wird. Bevor wir jedoch 150 m in die Tiefe gebracht wurden, hielt Herr Dr. Schmidt uns noch einen Vortrag über das Leben als Student in Freiberg. Dann ging es auch schon in das Bergwerk. Dort unten war es sehr dunkel und nass und uns wurden gewisse Begriffe wie „Glück auf“( ist die Hoffnung der Bergarbeiter, dass sich die Erzgänge weiter auftun), „Sohle“(Boden), „Stoß“(Wand), „Firste“( Decke) erklärt. In der Reichen Zeche gibt es ein bestimmtes Wetter. Es gibt gute Wetter, d.h. es ist genügend Sauerstoff vorhanden und es gibt schlechtes Wetter, d.h. Sauerstoff ist nicht ausreichend vorhanden, was vorwiegend in den Nebengängen der Fall ist, deswegen werden sogenannte Wetter-Tore geschlossen oder geöffnet.

Am nächsten Tag haben wir mit unseren Projektarbeiten angefangen. Ich war in der Gruppe „ Von der Kupfer-Raffination zur Gleitlagerbuchse“ und ich fand das Thema sehr interessant, da wir erfahren haben, wie Kupfer erzeugt wird und wie es dann weiterverarbeitet wird. Kupfer kann man mittels Elektrolyse gewinnen und anschließend wird Bronze, deren Hauptbestandteil Kupfer ist, zu einer Gleitlagerbuchse vergossen. Anhand der vergossenen Bronze werden die Möglichkeiten der Gefügecharakterisierung aufgezeigt. Am Abend haben wir uns mit Studentinnen und Studenten der Fakultät und des RaceTech-Racing-Team getroffen und haben mit ihnen gemeinsam zu Abend gegessen. Formula Student ist ein internationaler studentischer Konstruktionswettbewerb. Bei diesem Wettbewerb wird ein Rennwagen nach einheitlichem Reglement konstruiert und man kann sich dann mit seinem Wagen mit anderen Racing-Teams vergleichen.

Am Mittwoch sind wir nach dem Frühstück zu Saxonia Galvanik gefahren, wo wir dann die Galvanisierung in groß miterleben durften, d.h. man verzinkt, verchromt, verkupfert oder versilbert Gegenstände, um die elektrische Leitfähigkeit zu verbessern oder einfach weil man es vom Design her schöner findet. Am Nachmittag beschäftigten wir uns mit dem Fertigungsverfahren Gießen.

Am letzten Tag hielten wir noch Präsentationen vor der Gruppe über unsere Gruppenarbeit. Wir durften uns alle noch Smileys abgießen und bekamen auch noch gepresste Medaillen. Nachdem wir unser Zertifikat erhalten haben war das Camp auch leider schon vorbei.

Zum Schluss kann ich sagen, dass mir das Camp sehr viel Spaß bereitet hat und ich sehr viel Neues dazu gelernt habe. Außerdem musste ich mit fremden Menschen zusammen arbeiten, was am Anfang schon etwas ungewohnt war.

Josefine Klaas

 

 

Silber in einem Erzgang

 

Unterform, wo der tongebundene Sand komprimiert wird

 

Heißer Rotguss

 

Abgießen des Rotgusses