Johanneum Gymnasium Herborn

Anna Efimenko, eine Schülerin der 10. Klasse am Johanneum, wurde von der Wetzlarer Neue Zeitung interviewt:

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„Potenzial ist vorhanden“

Fußball Anna Efimenko ist vor der Bundesliga nicht bange

Von Tim Straßheim

Wetzlar Klassenerhalt heißt das Zauberwort für die Fußball-B-Juniorinnen des FSV Hessen Wetzlar. Das weiß auch Anna Efimenko. Doch die Stürmerin der Domstädterinnen schlägt durchaus forsche Töne an.

„Ich persönlich glaube, dass vielleicht noch mehr möglich ist. Wir haben viele gute Spielerinnen, die auch technisch sehr versiert sind“, sagt die 15-Jährige. Seit 2014 geht die Herbornerin, die in der Bärenstadt das Johanneum-Gymnasium besucht, für den Zweitliga-Nachwuchs auf Torejagd. Und das so gut, dass sie bereits in der vergangenen Saison bei den B-Juniorinnen zum Einsatz kam, obwohl sie eigentlich noch eine Altersklasse tiefer spielen konnte.

Im Interview mit dieser Zeitung spricht Efimenko, die bereits im Alter von sechs Jahren mit dem Fußball anfing, über die Vorbereitung, den neuen Trainer und ihre Ziele in der ersten Mannschaft.

 

Anna, wie fällt Dein Fazit zur Vorbereitung aus?

Anna Efimenko: Wir sind Anfang August gestartet. Seit dieser Zeit haben wir intensiv trainiert und hatten sehr viele Einheiten. Vor allem im Ausdauerbereich haben wir sehr hart gearbeitet. Bevor unser Coach noch nicht da war, hatten wir vom Verein individuelle Aufgaben erhalten. So mussten wir zum Beispiel joggen gehen und dabei eine bestimmte Distanz zurücklegen. Zudem war ich oft draußen und habe viel mit dem Ball gemacht.

 

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer?

Efimenko: Da gibt es keine Probleme. Wir als Mannschaft haben ein gutes Verhältnis zu unserem Coach. In Sachen Taktik hat er uns bereits viele neue Dinge beigebracht. Er möchte, dass wir viel über die Außenbahnen zum Erfolg kommen. Das fordert zugleich ein laufintensiveres Spiel als noch in der vergangenen Runde. Damals haben wir vermehrt über die Mitte den Abschluss gesucht. Aber das neue System klappt gut. Ich als Stürmerin brauche diese Flanken, da harmonieren wir gut.

 

Vor zwei Jahren stieg der FSV Hessen Wetzlar aus der Bundesliga ab. Was macht Dich optimistisch, dass es nun anders läuft?

Efimenko: Natürlich ist der Klassenerhalt unser erstes Ziel. Aber ich persönlich glaube, dass vielleicht noch mehr möglich ist. Wir haben viele gute Spielerinnen, die auch technisch sehr versiert sind. Das Potenzial ist also vorhanden. Wie bereits erwähnt, haben wir viel im konditionellen Bereich gemacht. Wir sind fit. Das wird uns zugute kommen.

 

Wer sind Deiner Meinung nach die Favoriten in der Liga, wer muss um den Klassenerhalt zittern?

Efimenko: Der FC Bayern München wird sicherlich oben mitspielen. Vorne erwarte ich auch den 1. FFC Frankfurt, den wir gleich zum Auftakt haben. Danach wissen wir schon, wo wir stehen. Mitaufsteiger Karlsruhe wird es sicherlich schwer haben. Die restlichen Teams erwarte ich mit uns auf Augenhöhe.

 

Eure Frauenmannschaft kämpft in dieser Saison um die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga. Richtet sich Dein Blick auch auf dieses Team?

Efimenko: Absolut. Viele aus unserer Mannschaft – auch ich – haben schon die Möglichkeit gehabt, dort mitzutrainieren. Das finde ich sehr wichtig, zumal ich in diesen Einheiten auch sehe, was mir noch fehlt.

 

Und was fehlt noch?

Efimenko: Körperlich kann ich mithalten. Aber mir fehlt noch die Grund- und die Handlungsschnelligkeit. Da habe ich noch Luft nach oben und daran arbeite ich.

Um es dann in die Bundesliga zu schaffen?

Efimenko: Es wäre schön, wenn unsere erste Mannschaft den Sprung in die eingleisige 2. Liga schafft. Ich sehe meine Chance und glaube, in dieser Klasse mithalten zu können. Am liebsten mit dem Hessen Wetzlar.


Wetzlarer Neue Zeitung vom Donnerstag, 7. September 2017, Seite 30