Johanneum Gymnasium Herborn

50 Jahre „Jugend forscht waren der richtige Rahmen für eine erfolgreiche Teilnahme

Anke Peters zieht mit ihrer Arbeit „Schach den Algen“, bei der es um den Schutz von Tropfsteinen vor der unerwünschten Algenbesiedlung ging, in den Landeswettbewerb „Jugend Forscht“ ein.

 

 Zum wiederholten Male war die Kooperation des Herborner Gymnasiums mit dem Verein Zeitsprünge erfolgreich. Die 17 jährige Schülerin Anke Peters (12. Klasse) wurde mit ihrer Arbeit von der Biologielehrerin Kirsten Ringkowski und dem Zeitsprünge Vorstandsmitglied und Biologen Florian Schäfer betreut. Beide freuten sich über die gute Resonanz und die Auszeichnung der Arbeit.  „Wir hatten auf dieses Ergebnis gehofft, da doch diesmal ein sehr großer Aufwand in die Arbeit gesteckt wurde“ , so Schäfer.

 Über zwei Jahre zogen sich die Forschungen. Diesmal war nicht nur die Schauhöhle Herbstlabyrinth eingebunden, sondern zwei weitere Schauhöhlen, die Schillat-Höhle und die Iberger Tropfsteinhöhle, wurden in die Vergleichsuntersuchungen miteinbezogen. Dies kam durch die Kontakte im Verband der Karst- und Höhlenforscher (VdHK e.V) und die Herborner Firma „Cave lighting GmbH“, die Höhlen mit LED- Beleuchtungskonzepten beliefert, zustande. Die Schauhöhlenbetreiber sind dringend auf solide wissenschaftliche Daten angewiesen, um zu entscheiden, wie und mit welchen Maßnahmen man dem zerstörenden Algenfilm auf Tropfsteinen begegnen kann.  Die sogenannte „Lampenflora“ ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern zerstört auch die Tropfsteinoberflächen.

Die Jungforscherin hat sich dazu eine eigene „Tropfsteinoberflächensimulationseinrichtung (TOSE)“  ausgedacht. Vgl. Foto.

Damit können nun auch zukünftig noch weitere Fragestellungen geklärt werden. Denn zu forschen gibt es auf dem Gebiet noch viel. Wie komplex die Fragestellung ist, wurde bei den Untersuchungen der unterschiedlichen Algen-Biofilme aus den beiden Schauhöhlen deutlich. Nach der Umstellung auf das LED-Licht verringerten sich die Algen zwar, zugleich konnte aber festgestellt werden, dass die „Überlebenden“ neue Anpassungsstrategien entwickelt haben. Die neue Versuchsanordnung kann helfen, hier Daten zu erhalten, die in Zukunft Vorhersagen über das Wachstumsverhalten der Algen zulassen.  Aber bis die Forschung so weit ist, müssen die Schauhöhlenbetreiber ihre „Juwelierkunst  der Geologie“ gut schützen.  Anke Peters freute sich und betonte:

Am meisten hat mich gefreut, dass ich schon im Vorfeld den Schauhöhlenbetreibern ein paar Tipps geben konnte damit die Schönheit der Tropfsteine erhalten bleibt.“

Aus den Forschungsergebnissen lässt sich auch ableiten, dass die Umstellung auf die speziellen LED-Lampen zur Höhlenbeleuchtung absolut sinnvoll ist.

Kirsten Ringkowski, betonte:  „Das Johanneum als MINT-Schule fördert Schüler, die sich in dem Wettbewerb 'Jugend forscht'  einbringen will, besonders. Das zeigt auch die Erfolgsbilanz der letzten Jahre.“  In der Tat zeichnet das Johanneum aus, dass die meisten Teilnehmer auch in den Landes- oder Bundeswettbewerb gelangen.

 Auch Herr Burg, der mit  diesen Jubiläumswettbewerb „50 Jahre Jugend Forscht“  die Wettbewerbsleitung für Mittelhessen übernahm, ist Lehrer am Johanneum.

Bei der Preisverleihung betonte der Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, wie wichtig gerade die MINT-Fächer seien und betonte die herausragende Stellung der Schulen der Region. Er hofft, dass die Politik es schafft, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass die erfolgreichen Forscher auch in der Region bleiben. Derzeit zeiht es aus seiner Sicht zu viele der Besten in andere Region.

 

Herborner Tageblatt am 18.02.2015

 

 

Wetzlarer Neue Zeitung am 18.02.2015

 

 

Anke Peters