Johanneum Gymnasium Herborn

Verleihung des „Jugend forscht“- Schulpreises 2010

Intelligente Theaterlichtsteuerung, eine Weiterentwicklung des Kreiskolbenmotors, spannende Wolkenbilder und „Äffchen mit Köpfchen“... das sind nur einige der vielen Projektthemen, mit denen Schülerinnen und Schüler des Johanneum-Gymnasiums in Herborn bei dem Wettbewerb „Jugend forscht“ mitgemacht haben. Zuletzt war in der aktuellen Runde des renommierten Wettstreits der Herborner Jungforscher Malte Nickel mit seinem Projekt „Plasmalautsprecher“ erfolgreich und errang einen hervorragenden dritten Platz im bundesweiten Vergleich. Nun wurde auch das Johanneum selbst ausgezeichnet.

Dieser Schulpreis, der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wurde, soll die Unterstützungsarbeit der gesamten Schulgemeinde würdigen. Ohne den entsprechenden Einsatz der Schule könnte aus den guten Ideen nämlich nichts werden. Nötig sind die personelle Betreuung durch engagierte Lehrer, die Bereitstellung von Räumen und sächlichen Ressourcen und auch die Würdigung der Leistungen durch die ganze Schule, also auch ein gutes Klima der Motivation.

Dieser Gedanke bewog das Komitee von „Jugend forscht“ in Verbindung mit dem Premiumsponsor CTS Gruppen- und Studienreisen GmbH, hierfür eine bundesweit vergebene Auszeichnung zu stiften. Als eine von nur drei Schulen aus Hessen durfte sich das Johanneum-Gymnasium in Herborn in diesem ersten Jahr über die Anerkennung ihres langjährigen Engagements freuen. Aus diesem erfreulichen Grund reiste die Schulleiterin des Johanneums, Frau Jutta Waschke, kürzlich nach Essen, um in feierlichem Rahmen den ausgelobten Preis entgegenzunehmen, der aus einem repräsentativen Schild für die Schule und 1000,- € Preisgeld besteht.

In seiner Laudatio  sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V.: „Der neue Schulpreis macht es möglich, gerade die Schulen besonders zu würdigen, die naturwissenschaftlich-technisch und mathematisch interessierte Schüler über den Unterricht hinaus gezielt fördern. Zudem ist die Ehrung ein besonderer Anreiz für alle Schulen in Deutschland, die Betreuung von Jugend forscht Projekten aktiv zu unterstützen. Wettbewerbsleiter und Jury bewerten dabei neben der Anzahl vor allem die Qualität der eingereichten Forschungsprojekte. Beurteilt werden aber auch die besondere Förderkultur von Schulen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und der Stellenwert, den der Wettbewerb Jugend forscht dort einnimmt.“

Auch der Sponsor CTS, der auch Schul- und Gruppenreisen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt anbietet, ist von der gesellschaftlichen Relevanz von „Jugend forscht“ überzeugt, einem Wettbewerb, der in diesem Jahr schon die 45. Runde zu verzeichnen hat. „Wir wollen Schulen und Lehrer motivieren, sich noch stärker an Jugend forscht zu beteiligen“, betonte CTS-Geschäftsführer Ingo Dobbert. „Ziel unseres Engagements ist es, den Nachwuchs im Bereich von Naturwissenschaften, Mathematik und Technik wirksam zu fördern.“

Während der Laudatio wurde besonders die alltägliche Unterstützungsarbeit hervorgehoben, die nötig ist, bis aus einer cleveren Idee ein vorzeigbares Projekt entsteht. Hier ist die Schule gefordert, ein förderliches Klima zu entwickeln, in dem die Arbeit der jungen Forscherinnen und Forscher gedeihen kann. „Ich freue mich sehr, dass der neue Schulpreis auch die Arbeit der Unterstützer würdigt. Hinter den erfolgreichen Jungforschern stehen immer auch viele, die den Erfolg erst möglich gemacht haben. Manchmal vielleicht sogar nur ein Wort der Ermutigung zur rechten Zeit.“ sagte die Schulleiterin, Frau Jutta Waschke. „Insofern nehme ich den Schulpreis 2010 stellvertretend für alle diejenigen Lehrerinnen und Lehrer entgegen, die sich am Johanneum über viele Jahrzehnte hinweg persönlich für „Jugend forscht“ engagiert haben. Nennen möchte ich z. B. Herrn Manfred Schweitzer, Herrn Heinrich Giebhardt und ganz besonders Herrn Friedrich-Wilhelm Duttke, die unermüdlich für die Schülerinnen und Schüler da waren und für die nötigen Ideen und Rahmenbedingungen gesorgt haben.“

Das Johanneum weitet derzeit sein Engagement, das in der Vergangenheit einen Schwerpunkt in Physik, Technik und Satellitengeographie hatte, auch auf die Bereiche Biologie und Chemie aus. Bei diesem Weg ist der Schulpreis 2010 für die Schule eine willkommene Anerkennung und Ermutigung.

Jutta Waschke

 


Und so stand es am 23.7.2010 im Herborner Echo:

Und so stand es am 24.7.2010 im Herborner Tageblatt: