Johanneum Gymnasium Herborn

 

Wenn ich ehrlich bin war meine Motivation nach Potsdam zu fahren eher gering, als ich gemerkt habe, dass der Termin in den Ferien lag. Ich hatte keine Lust meine „teure Ferienzeit“ für ein Schulcamp zu „verschwenden“, doch schon bald entpuppte sich das als komplette Fehlannahme!

Das Camp war für mich auf so vielen Ebenen eine Bereicherung und ich habe sehr viele neue - und meiner Meinung nach wichtige - Erfahrungen gemacht. Zunächst einmal waren alle Campteilnehmer sowie die Betreuer sehr nett und ich habe dort neue Kontakte geknüpft. Wir haben jetzt noch eine Whatsappgruppe mit allen Beteiligten und stehen noch in Kontakt.  Es gab einen festen Zeitplan und auf den wurde auch sehr geachtet, aber der Zeitplan sah auch immer Pausen in sogenannten Warm-Ups vor, weswegen die Tage gut gefüllt wurden und man trotzdem nicht so schnell müde wurde. Somit verbrachten wir viel Zeit mit der Gruppe und lernten uns schnell kennen.

Ich habe gelernt im Team zu arbeiten und sich mit den anderen abzusprechen, was während unserer Zeit im Camp sehr wichtig war. Desweiteren habe ich im speziellen für die Informatik gelernt, wie wichtig „sauberes“ Programmieren ist und dass man sich für große Programme immer erst einen Plan zurechtlegen sollte, bevor man losprogrammiert.

Ich habe auch sehr wichtige Informationen für meine Zukunft mitgenommen. Ich hatte einen kurzen Einblick in das „Leben“ am Hasso Plattner Institut und konnte mir so ein Bild vom Informatikstudium machen. Desweiteren wurde mir das Institut an sich näher gebracht und unsere Betreuer haben sich dazu bereiterklärt, uns noch weitere Fragen zum Studium zu beantworten und ich werde diese Hilfe definitiv noch in Anspruch nehmen, da unsere Betreuer mitten im Studium stecken und einem somit bestimmt gute Tipps geben können.

Insgesamt kann ich also nur sagen, dass das Camp ein wunderbares Erlebnis war und ich dort eine sehr schöne Zeit hatte. Ich habe dort viel gelernt und würde mich jederzeit wieder anmelden.

Louis Peter

Einige Eindrücke vom Camp sehen Sie im Folgenden:

 

 

Mitteilung an die Presse 13/2016

Nachwuchs-Programmierer entwickeln künstliche Intelligenz

 

MINT-EC-Camp zum Thema Informatik vom 05. bis 09. April am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam

 

Berlin/Potsdam, 04.04.2016. Heute beginnen für 30 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC fünf Tage rund um das Thema Informatik. Am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam planen, programmieren und testen die Jugendlichen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein virtuelle Roboter.

 

In Teams aus jeweils drei Schülerinnen und Schülern arbeiten die Jugendlichen an der Entwicklung der künstlichen Intelligenz eines virtuellen Roboters. Die Roboter treten dann, wie in einem Computerspiel, als Avatare in einem Turnier gegeneinander an.

 

Die Teams stehen dabei vor zwei großen Herausforderungen. Zuerst müssen sie sich eine Strategie für das Turnier überlegen. Dabei treffen jeweils zwei Roboter in Einzelwettkämpfen in einer vorgegebenen Arena aufeinander. Ziel der Duelle ist es, den generischen Roboter durch das Legen von Minen und durch gezielte Angriffe außer Gefecht zu setzen. Die Energie des Roboters ist jedoch begrenzt. Er kann nicht in einer Runde die Arena scannen, fahren und angreifen. Die Schülerteams müssen sich überlegen, wie sie die Energie des Roboters strategisch am sinnvollsten einsetzen.

 

Steht die Strategie, müssen die Roboter programmiert werden. Die benötigten Kenntnisse der Programmiersprache Java lernen die MINT-Begeisterten in Einführungen von Studierenden des HPIs, die ihnen während des gesamten MINT-EC-Camps unterstützend zur Seite stehen.

 

Bevor das Turnier beginnt, haben die Nachwuchs-Programmierer, die Möglichkeit ihre Roboter zu testen. Die Roboter treten gegen einen „Empty-Bot“ an. Das ist ein Roboter, der keine Strategie hat und nur da steht. So können die elementaren Funktionen ausprobiert und optimiert werden. Die Jugendlichen lernen hierbei, wie in der professionellen Software-Entwicklung, Zwischenziele für eine effiziente Umsetzung der Strategie zu setzen. Außerdem werden alle Entwicklungsschritte dokumentiert und in einer Abschlusspräsentation ausgewertet.

 

Neben der Teamarbeit und der fachlichen Inhalte der Informatik, können die Jugendlichen in einer Vorlesung einen Eindruck gewinnen, wie es wäre am HPI zu studieren. Prof. Dr. Emmanuel Müller, Leiter Fachbereich Knowledge Discovery and Data Mining, spricht zu ihnen zum Thema Data Mining. Der Fachbereich beschäftigt sich damit, wie man mit Hilfe von Analysetechniken neue, unbekannte und unerwartete Muster in großen Datenmengen aufdecken kann.

 

 

Jana Zielsdorf

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

MINT-EC e.V.

Poststraße  4/5

10178 Berlin

Telefon 030.400067.37 Fax .35

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