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Berichte / Presse

1st English Summer Camp am Johanneum

A tour around the UK

In der letzten Woche der Sommerferien betreuten Nicole Polaczek und Lars Hofmann vom Johanneum den mehrtägigen Englisch-Sprachkurs, der in Kooperation mit der britischen Sprachschule The English Experience aus Norwich dieses Jahr erstmals am Johanneum Gymnasium angeboten wurde. Für die Dauer ihres Aufenthalts in Gastfamilien untergebracht vermittelten sieben Muttersprachler in den Räumlichkeiten unseres Gymnasiums ein von ihnen entwickeltes Programm in den Fächern Englisch, Sport, Kunst und Rollenspiel. Ermöglicht wurde dieses Angebot auch durch die großzügige Unterstützung vonseiten der Rittal Foundation sowie der Stiftung der Sparkasse Dillenburg.

„Wie cool: jeden Tag Englisch und Sport!“, rufen zwei Schülerinnen freudig, als ihnen der Stundenplan präsentiert wird. Die Befürchtung, dass hier die ganze Woche ausschließlich „gebüffelt“ werden könnte, legt sich bei ihnen bereits am ersten Tag. So geht es wohl vielen der rund 60 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6, die am English Summer Camp teilnehmen. Täglich von 9:00 bis 16:30 Uhr erleben die Kinder hier in Kleingruppen ein abwechslungsreiches und lehrreiches Programm. Zwischen den Aktivitäten gibt es selbstverständlich Pausen und zu Mittag können sich die Kinder in der Mensa mit einer warmen Mahlzeit stärken.

Es herrscht allgemein eine entspannte, freudige Stimmung: Manche Kinder toben in den Pausen wie gewohnt auf dem Schulhof, andere sitzen beieinander und tauschen sich über ihre Erlebnisse aus. Manche suchen gezielt Kontakt zu den britischen Lehrkräften. „Die sind voll nett“, meint ein Schüler und berichtet von seinen Erlebnissen des ersten Tages. In der Tat finden die sieben britischen und amerikanischen Lehrkräfte durch ihr offenes, lockeres und motiviertes Auftreten sofort einen Zugang zu den Schülerinnen und Schülern.

Ganz im Sinne der Intention des Camps entsteht zu keinem Zeitpunkt der Eindruck von „Nachhilfe-Drill“ während der Ferien. Stattdessen erlebt man einen spielerischen und ganzheitlichen Umgang mit der englischen Sprache und Kultur. Man realisiert, dass Schülerinnen und Schüler Spaß z.B. am Anfertigten der Produkte für die anstehende Theateraufführung haben oder daran interessiert sind, wie man sich in einem britischen Restaurant gerade nicht verhält. Bemerkenswert ist aber vor allem, wie die Kinder Aufgaben und Situationen meistern, obwohl mit ihnen ausschließlich Englisch gesprochen wird, wie sie bis dato unbekannte Vokabeln in spielerischen Kontexten trotzdem verstehen, anwenden und somit lernen. So äußern sich auch Eltern bereits während des Camps dahingehend, dass es ihren Kindern „richtig super beim English Summer Camp“ gefalle.

Als am Freitag die Abschlussveranstaltung ansteht, bei der die Schülerinnen und Schüler ihren Familienangehörigen einen Einblick in die erarbeiteten Inhalte und Produkte der vergangenen Woche geben, sind die Kinder zunächst doch etwas nervös: Requisiten werden hektisch zusammengesucht, die zum Teil selbst gebastelten Kostüme noch einmal gerichtet. Schließlich steht man nicht jeden Abend vor rund 200 Zuschauern auf der Bühne und führt ein Theaterstück in einer Fremdsprache auf. Und doch überzeugen die Darsteller das Publikum in der voll besetzten Aula mit ihrem Auftritt. Sie nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise durch die verschiedenen Regionen des Vereinigten Königreichs und zeigen dabei in selbst verfassten Dialogen, dass sie während des Camps Sprachhemmungen abbauen, ihre sprachlichen sowie landeskundlichen Kenntnisse erweitern konnten und in der Lage sind, sich selbstbewusst auf der Bühne zu präsentieren. Man blickt an diesem Abend auf beiden Seiten der Bühne in viele lachende Gesichter.

Einige Kinder fragen noch am selben Abend, ob sie im nächsten Jahr wieder am Camp teilnehmen dürften. Bei mehreren Gastfamilien, die sich mit großem Engagement um die Muttersprachler gekümmert haben, erahnt man, dass es nicht bloß bei der auf eine Woche beschränkten Beherbergung einer britischen Lehrkraft geblieben ist: Es wird von langen abendlichen Gesprächen und geteilten Erlebnissen während der Woche berichtet. Auf Smartphones werden Fotos von gemeinsamen Unternehmungen gezeigt. Man sieht britische Lehrkräfte z.B. auf Reitausflügen oder bei Yoga-Stunden. „Ich glaube, das könnte bei meiner Tochter morgen am Flughafen ein paar Tränchen geben“, mutmaßt eine Gastmutter, als sie die Woche Revue passieren lässt. „I don’t like goodbyes“, merkt der Koordinator der britischen Lehrkräfte bei der Verabschiedung an. „Me neither“, lautet die Antwort, „but there might be a ‚Welcome back!‘ next year.“

Die Woche endet mit dem Gefühl, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten English Summer Camps mehr mitnehmen als die ein oder andere Grammatikregel. In diesem Sinne danken die Organisatoren des Camps, Dorothea Rumpf und Lars Hofmann, allen, die zum Erfolg des ersten English Summer Camps am Johanneum beigetragen haben und freuen sich bereits auf eine Neuauflage im nächsten Jahr.

 

Organisatoren des Camps: Dorothea Rumpf und Lars Hofmann

 

Englische Lehrkraft in einer Gesprächssituation

 

 

 

 

 

Der Sport ist nicht zu kurz gekommen...

 

 

 

 

 

Am Tag der Präsentation des Gelernten...

 

 

 

 

 

 

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