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Aktuelles Schuljahr
Broadway-Feeling am JGH
Mit der diesjährigen Produktion der Fine-Arts-AG haben die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Joachim Raabe, Nico Reh und Anke Eißmann die Leistung der letzten Jahre nochmal getoppt.
Nach „Shrek“ fegte jetzt „School of Rock“ über die Bühne der Mehrzweckhalle. Das Musical von Andrew Lloyd Webber (Musik), Julian Fellowes (Buch) und Glenn Slater und Timothy Roller (Gesangstexte) nach dem gleichnamigen Paramount-Film von Mike White passte den Darstellerinnen und Darstellern wie angegossen, den schließlich spielt die Handlung überwiegend in einem Klassenzimmer.
Der gescheiterte Rock’n‘ Roll-Musiker Dewey Finn braucht dringend Geld und nimmt kurzerhand die Identität eines Aushilfelehrers an. Womit er nicht gerechnet hat: In der elitären Privatschule trifft er auf musikbegeisterte Schülerinnen und Schüler, die nur darauf waren, aus dem strengen Leistungsdruck auszubrechen. Heimlich gründen Lehrer und Schüler eine Band, um an einem Contest teilnehmen zu können: Kuriose Verwicklungen und ungeahnte Überraschungen nehmen ihren Lauf.
Das Außergewöhnliche: Wer sich bei „Shrek“ noch mit kleinen Gesang- und Textparts Zurückhaltung geübt hatte oder noch gar nicht auf der Bühne stand, trat jetzt aus dem Schatten. So beeindruckten beispielsweise Franziska Kern als Patty in der Rolle der ehrgeizigen Assistentin des Bürgermeisters und Lilli Bastian als knallharte Bandmanagerin Summer mit ihrer Schauspiel-Performance. Im letzten Jahr noch bei „Shrek“ als flippiger Esel glänzte Helena Schönborn jetzt mit ihrer Wandlungsfähigkeit in der Rolle von Ned, der unter der Fuchtel seiner Freundin steht und doch eigentlich vom wilden Leben des Rock’n’Roll träumt.
Ganz besonders in die Herzen der begeisterten Zuschauer spielten und sangen sich die von Mister S. frisch berufenen Bandmitglieder: Die Background-Sängerinnen Lisa Freytag, Nele Trakl und Mathilda Clemenz, Max Böser als Lawrence an den Keys, Anton Strauß als Zack am Bass und Joelle Krampitz als Freddie an den Drums, Manuelle Pötzl als erst schüchterne und dann stimmlich-strahlende Tomika sowie Martha Altenburg als lässige Organisatorin des Battle of the Bands. Da fehlt doch noch jemand? Natürlich: An die Rolle des Mister S. waren so einige Erwartungen geknüpft, wenn man sich mit einer Ikone wie Jack Black vergleichen lassen muss. Aber Tim Raabe lieferte ab: Mit einer Stimme, die an Klaus Meines kratzigen, aber gefühlvollen Bariton der Band „Scorpions“ erinnerte, machte er sich die Rolle zu eigen. Tonhöhe? Kein Problem! Spielen, singen, tanzen, sprechen gleichzeitig? Bitteschön! Ein gehörige Portion Humor und bestes Timing? Kein Ding! Und trotz dieser gewaltigen Bühnenpräsenz ließ er dem Rest des Ensembles allen Platz, den es brauchte. Besonders überzeugend war dies zu sehen im Schlagabtausch mit der strengen und doch im zu engen Schulsystem gefangenen Direktorin Rosalie Mullins, gnadenlos gut gespielt und einwandfrei gesungen von Gabrielle Pötzl. Denn schließlich verkörperten die beiden zwei Extrempole im Bildungssektor. Struktur, Strenge und Kontrolle gegen Anarchie, Kreativität und Freiheit! Was ist besser für Kinder? An der „Horace Green Scchool“ und dem Johanneum sind sich spätestens nach diesem Musical-Highlight alle einig: Ein bisschen von beidem. Großer Dank ging raus an das großartige Team hinter der Bühne, die Akustik-AG unter der Leitung von Birger Hahn, Hausmeister und Sekretariat.




















