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Aktuelles Schuljahr
Johanneum Herborn bei Gießener Jugendliche Forschen
Die Hermann-Hofmann-Akademie (HHA) und das Institut für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität Gießen führen nun schon seit über zehn Jahren ein Kooperationsprojekt mit Schulen durch, indem Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-13 die Möglichkeit geboten wird, Forschungsideen, -themen und -projekte aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Technik selbständig zu erforschen. Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Schülergruppen aus unterschiedlichen Schulen dabei, die von ihren Mentorinnen und Mentoren beim eigenständigen Forschen und Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit betreut wurden.
Das Projekt „Gießener Jugendliche forschen“, das durch großzügige Spenden der Sparkasse Gießen unterstützt und gefördert wird, stellt Mentorinnen und Mentoren bereit, die am Institut für Biologiedidaktik eigens dafür ausgebildet und vorbereitet wurden. Dadurch erhalten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wertvolle Unterstützung für ihre Forschungsarbeiten. Die HHA möchte mit diesem Projekt die erfolgreiche Teilnahme Gießens an der „Stadt der jungen Forscher“ im Jahre 2010 verstetigen und Studierenden eine Praxisplattform bieten, auf der sie die vermittelten Studieninhalte anwenden und erproben können.
In diesem Jahr waren zwei Gruppen des Johanneum Gymnasiums Herborn an dem Projekt beteiligt.
Marie Stoll und Jamie Thomas aus der Jahrgangsstufe 10 versuchten im Rahmen ihres Projekts „Textilfärbung: Färbeeffizienz und Beständigkeit von Naturfarbstoffen“ zu erforschen, wie dauerhaft und intensiv sich Leinen- und Baumwollstoffe mit natürlichen Farbstoffen färben lassen. Hierbei testeten sie Farbstoffe aus Möhre, Zwiebel, Kurkuma, Rotkohl, Spinat, Brombeeren, Kaffee, grünen Walnüssen, Blaubeeren und Babyspinat auf ihre Färbeeffizienz, indem sie jeweils einen Leinen- und einen Baumwollstoff in einen mit dem Naturstoff eingefärbten Farbsud gaben und darin köcheln ließen. Im Anschluss testeten sie jeden eingefärbten Leinen- und Baumwollstoff auf seine Farbbeständigkeit gegenüber Wasser und Waschmittel. Das Projekt zeigte, dass einige pflanzliche Farbstoffe unter gewissen Voraussetzungen eine nachhaltige Alternative für gewöhnliche Textilfarben werden könnten. Unterstützt wurde die Gruppe zudem von ihrer Mentorin Johanna Hofmann, der wir an dieser Stelle noch einmal unseren herzlichen Dank aussprechen möchten.
Bruno Kießling und Can Sakarya erforschten in ihrem Projekt die Nutzung von Kombucha als nachhaltige Lederalternative. Dazu bereiteten sie ein Gemisch aus Schwarztee und Zucker vor, in dem Bakterien und Hefen (SCOBY) während der Fermentation eine Schicht aus bakterieller Zellulose bilden. Nach dem Trocknen behandelten sie das gewonnene Material mit Fett und Öl, um es geschmeidiger und haltbarer zu machen. Anschließend testeten sie ihre Lederalternative auf Eigenschaften wie Atmungsaktivität, Wasserfestigkeit und Reißfestigkeit. Die gleichen Tests führten sie auch mit tierischem und synthetischem Leder durch und verglichen alle Ergebnisse miteinander. Ziel war es ein nachhaltiges Biotextil zu entwickeln. Insgesamt zeigte sich, dass Kombucha-Leder aus ökologischer Sicht ein vielversprechendes Material darstellt, das bei weiterer Optimierung durchaus als Lederalternative in Betracht gezogen werden könnte. Unterstützt wurde die Gruppe zudem von ihrer Mentorin Antonia Emken, der wir an dieser Stelle noch einmal unseren herzlichen Dank aussprechen möchten.
Am 16.01.2026 präsentierten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts Gießener Jugendliche forschen ihre Ergebnisse im Rahmen eines Wissenschaftsfestivals im Institut für Biologie-Didaktik an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Die Projekte wurden den Science-Coachs von der Justus-Liebig-Universität Gießen mithilfe eines selbst erstellten Plakates im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Anschließend war die Ausstellung für die Schulbetreuer*innen, weitere Vertreter der Schulen, interessierte Eltern, Geschwister und Freunde geöffnet, so dass auch diese sich über die Inhalte der einzelnen Forschungsprojekte informieren konnten. Die Schulbetreuung liegt am Johanneum Gymnasium in den Händen von Nathalie Mang.
Im Anschluss an die Ausstellung folgte eine Preisverleihung im Hörsaal des Instituts für Biologie-Didaktik an der Justus-Liebig-Universität, bei der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Rückmeldung von den Science-Coachs, eine Urkunde und ein Präsent überreicht bekamen. Die Betreuung des Projektes von Seiten der Universität liegt in den Händen von Herrn Prof. Dr. Ziemek von der Justus-Liebig-Universität Gießen, sowie Dr. Julian Roth und Hildegard Froebe. Die Science Coachs fanden sehr lobende Worte für die erforschten Projekt und ermutigten alle Schülerinnen und Schüler auch in Zukunft an ihren Projekten weiterzuforschen.




