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Aktuelles Schuljahr
Unsere Kursfahrt nach Verdun – Geschichte hautnah erleben
Nachfolgend können Sie einen Bericht von Oskar Lückel und Jill Gierlichs zur diesjährigen Verdun-Fahrt lesen, an welcher Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte und weitere Interessierte der Q2 teilgenommen haben.
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Am Freitag, den 19. Juni, begann für uns die Kursfahrt nach Verdun. Für viele von uns ging es schon früh los: Um 6:50 Uhr trafen wir uns am Johanneum in Herborn, bevor wir um 7:00 Uhr mit dem Bus Richtung Frankreich starteten. Auch wenn es noch ziemlich früh war, war die Stimmung im Bus bereits gut und wir freuten uns auf die nächsten beiden Tage. Nach mehreren Stunden Fahrt kamen wir schließlich in der Gegend von Verdun an. Gegen 12 bis 13 Uhr machten wir zunächst eine Mittagspause am Parkplatz des Einkaufszentrums Leclerc. Danach startete unser eigentliches Programm. Unser erster Programmpunkt war das Ouvrage de la Falouse, eine französische Befestigungsanlage. Dort bekamen wir einen ersten Eindruck davon, wie die Soldaten während des Ersten Weltkriegs in den Befestigungsanlagen lebten und kämpften. Anschließend fuhren wir nach Vauquois. Besonders interessant war dort die unterirdische Kriegsführung. Wir erfuhren, wie die Soldaten unter der Erde Stollen anlegten und dort kämpften. Dadurch wurde uns noch einmal deutlich, unter welchen extremen Bedingungen die Menschen damals leben und kämpfen mussten. Danach besuchten wir den amerikanischen Soldatenfriedhof von Romagne-sous-Montfaucon. Dort standen wir vor den zahlreichen Gräbern gefallener amerikanischer Soldaten. Dieser Besuch war für uns besonders eindrücklich, weil die vielen weißen Grabsteine die Dimensionen der damaligen Verluste sehr deutlich machten. Geschichte wirkte an diesem Ort plötzlich nicht mehr wie etwas, das nur in unseren Schulbüchern steht, sondern wurde für uns viel greifbarer. Gegen 18:30 Uhr kamen wir schließlich im Hotel an. Nach dem langen und ereignisreichen Tag hatten wir dort Zeit, uns etwas auszuruhen und den Abend gemeinsam zu verbringen. Gerade diese gemeinsame Zeit außerhalb des eigentlichen Programms war für uns eine schöne Möglichkeit, als Kurs noch mehr zusammenzuwachsen. Am nächsten Morgen hieß es allerdings wieder früh aufstehen. Nach dem Frühstück um 7:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Programmpunkt. Ab 9:00 Uhr trafen wir uns am Beinhaus von Douaumont. Von dort aus wanderten wir in Richtung Fort Douaumont. Unser Weg führte durch den ehemaligen Verbindungsgraben Boyau de Londres. Während der Wanderung konnten wir die Landschaft rund um Verdun auf uns wirken lassen. Es war interessant, sich vorzustellen, dass genau in dieser Gegend vor über hundert Jahren eine der verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkriegs stattgefunden hatte. Anschließend besichtigten wir das Fort Douaumont. Die gewaltige Befestigungsanlage zeigte uns noch einmal, wie aufwendig die Verteidigung während des Ersten Weltkriegs aufgebaut war. Auch der Besuch des Beinhauses von Douaumont war für uns ein wichtiger Teil der Fahrt. Dort wurde uns wiederholt die enorme Zahl der Menschen bewusst, die während der Schlacht von Verdun ihr Leben verloren haben. Gegen 13:00 Uhr traten wir schließlich die Rückfahrt nach Herborn an. Nach mehreren Stunden Fahrt kamen wir gegen 18:00 Uhr wieder am Johanneum an. Insgesamt war die Kursfahrt nach Verdun für uns eine besondere Erfahrung. Wir konnten das, was wir im Unterricht über den Ersten Weltkrieg gelernt hatten, direkt an den historischen Schauplätzen erleben. Besonders die Kombination aus den verschiedenen Befestigungsanlagen, den Schlachtfeldern und den Friedhöfen hat dafür gesorgt, dass wir die Geschichte nicht nur theoretisch kennengelernt haben, sondern sie vor Ort viel besser nachvollziehen konnten. Oskar Lückel und Jill Gierlichs |

Ouvrage de la Falouse


Vauquois (unterirdische Kriegsführung)






Amerikanischer Soldatenfriedhof

Französischer Friedhof von Douaumont

Befestigter Graben bei Douaumont

Fort Douaumont


















