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Fachbereich 1

Das Fach Deutsch

Ein wesentlicher Bestandteil des Bildungsauftrags insbesondere des Deutschunterrichts ist die Förderung sprachlicher, literarisch-ästhetischer und medialer Kompetenzen der Lernenden.

 

Sozialkompetenz und Personale Kompetenz durch literarische Förderung

Dies geschieht einerseits durch die Auseinandersetzung mit Literatur, die den Lernenden immer auch ein soziales und persönlich bereicherndes Probehandeln ermöglicht. Auf einer affektiven Ebene können sie durch die Auseinandersetzung mit literarischen Werken Neugier für die lebensgeschichtlichen Erfahrungen und Weltanschauungen anderer entwickeln. Sie werden auf die Werte und Einstellungen anderer Menschen aufmerksam und dadurch auch für den Unterschied zwischen subjektiven Vorstellungen und den gesellschaftlichen Gegebenheiten sensibilisiert. Als Rezipienten von Literatur können die Lernenden ferner von den Identitätskonzepten und Erfahrungen anderer ausgehen, deren Selbstsicht überprüfen und kritisch hinterfragen, um durch eine Auseinandersetzung mit diesen in der Literatur gestalteten Identitätskonzepten Antworten zu finden, die zu ihrer eigenen Persönlichkeitsentfaltung beitragen. Dieses Vorgehen verlangt von den Schülern, sich auch mit Lebensentwürfen anderer auseinanderzusetzen, die ihren eigenen Zielsetzungen vielleicht widersprechen. So ermöglicht die literarische Rezeption den Lernenden, sich grundlegende Gedanken über das ‚Selbst’ sowie die Eigensicht eines Menschen und damit auch über die Bestandteile ihres eigenen ‚Selbst’ zu machen, wodurch auf einer sozialen Ebene das Erlernen von Toleranz, Mitgefühl und Freundlichkeit im Umgang mit anderen Menschen immer Ziele des Literaturunterrichts sind.

 

Sprachliche Förderung

Durch die zweite „Säule“ des Deutschunterrichts wird der grundlegenden Bedeutung sprachlicher Kompetenzen Rechnung getragen, indem die Entwicklung und Förderung der Sprachkompetenz ins Zentrum der Kompetenzentwicklung gestellt wird. Sprachlich-methodisch hat der Deutschunterricht also zum Ziel, die Kompetenzen der Lernenden insofern weiter zu entwickeln, dass sie in der Lage sind, ihre Gedanken schriftlich und mündlich klar zu gliedern und zu formulieren. So können die Lernenden zu sprachkompetenten Kindern und Jugendlichen ausgebildet werden, die mit dem „Schlüssel“ Sprache aktiv am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen, wodurch sie besser in der Lage sein werden, sich die Welt, in der sie leben, zu erschließen, sich zu ihr in Beziehung zu setzen, sich selbst wahrzunehmen, Werthaltungen zu entwickeln und eigene Positionen begründet zu vertreten. Sie können ihre kulturelle Identität in der Sprache erfahren, Distanz zum Eingebundensein in kommunikative Prozesse entwickeln und für deren Normen sensibilisiert werden.

Das vorrangige Ziel einer Beherrschung der Standardsprache, insbesondere im Bereich der Schriftlichkeit, wird also ergänzt durch das bewusste Wahrnehmen von Sprachvarietäten. Der sich somit ergebende wertschätzende Umgang mit verschiedenen Sprachen und den damit verbundenen gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründen und Besonderheiten stellt eine Bereicherung für die Lern- und Arbeitsprozesse dar und bietet Chancen für interkulturelles und soziales Lernen.

 

Lernkompetenz durch besondere mediale Förderung

Bezüglich der inhaltlichen Ausgestaltung sind laut dem neuen Kerncurriculum Hessen im Deutschunterricht die Bereiche Sprache, Literatur und Medien maßgeblich. Sie sind unter Berücksichtigung produktiver, kreativer und rezeptiver Prozesse durch ein integratives Grundkonzept sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Drittes, oben stehendes Ziel des Deutschunterrichts am Johanneum ist es also auch, dass die Lernenden zu medienkompetenten, aber auch medienkritischen jungen Menschen erzogen werden.

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