Fachbereich 3

Das Fach Physik

Das Wort Physik kommt aus dem Griechischen, man könnte es frei übersetzen mit „die Natur beobachten“. PhysikerInnen fragen sich immer, wie die Welt funktioniert. Sie wollen die Vorgänge in der Natur verstehen und Regelmäßigkeiten in Worte fassen. Zum Verstehen und erklären nutzt die Physik Modelle und die Sprache der Mathematik. Die Physik entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte aus den Betrachtungen vor allem griechischer Philosophen zu einer eigenständigen Naturwissenschaft. Insbesondere das systematische experimentelle Vorgehen prägte in den Anfängen die Vorgehensweise, während im letzten Jahrhundert die theoretische Physik an Gewicht gewonnen hat.

Inhaltlich geht es in der Physik primär um Materie (gr. Materia = Stoff) und Energie und deren Wechselwirkungen (gegenseitige Beeinflussung von Objekten). Die klassischen Teilgebiete der Physik in der Schule sind Magnetismus, Optik, Wärmelehre, Mechanik, Akustik, Elektrizitätslehre, Atom- und Kernphysik und Astronomie.

Physik am Johanneum

Grundsätzliches Ziel des Physikunterrichts am Johanneum ist immer wieder zum aktiven (Nach-)Fragen anzuregen und Chancen zu eröffnen, die gestellten Fragen möglichst selbständig zu beantworten. Dabei spielen vor allem auch Experimente (Fragen an die Natur) eine zentrale Rolle, die wenn möglich von den SchülerInnen selbst geplant und durchgeführt werden und damit Physik unmittelbar erfahrbar machen. Neben den üblichen Schulexperimenten verfügt das Johanneum über ein modernes Messwerterfassungssystem und z. B. ein Schulröntgengerät, um auch über den üblichen schulischen Rahmen hinaus Physik mess- und begreifbar zu machen.

Der Lernprozess ist in zwei Schritte einteilbar:

In der Mittelstufe sollen die Schülerinnen und Schüler zum Beobachten, Fragen, Nachdenken und Experimentieren angeregt werden. In den ersten Jahren liegt der Schwerpunkt auf dem Beobachten physikalischer Phänomene und dem Kennenlernen der physikalischen Arbeitsweise. Im Laufe der Mittelstufe wird der Unterricht dann wissenschaftlicher, um den Übergang in die Oberstufe vorzubereiten. Zusätzliche Angebote wie Grundschul-AG (Schüler vom Johanneum bringen Grundschülern die Physik nahe), Begabtenförderung Physik oder Astronomie-Kurs bieten Möglichkeiten, Physik aus weiteren Blickwinkeln kennenzulernen.
In der Oberstufe, soll schließlich die Studierfähigkeit herausgebildet werden. Der Unterricht soll einen Zugang zur Formalisierung, Mathematisierung und den moderneren Teilbereichen der Physik bieten.Die Leistungskurse unternehmen regelmäßig Exkursionen (z. B. Deutsches Museum München, Institut für Kernphysik Frankfurt), um auch Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln, die in der Schule nicht mehr experimentell umsetzbar sind.

Nicht nur Wissen wissen, sondern auch anwenden können und das dann auch noch zu wollen. Probleme lösen und Wissen situationsgerecht anwenden, das wird verstärkt mit der Kompetenzorientierung am Johanneum angestrebt. Die Kompetenzen im Fach Physik sind, wie in allen Naturwissenschaften:

Erkenntnisgewinnung

  • Beobachten, beschreiben, vergleichen
  • Planen, untersuchen, auswerten, interpretieren
  • Arbeiten mit Modellen

Kommunikation

  • Arbeiten mit Quellen
  • Kommunizieren, argumentieren
  • Dokumentieren, präsentieren
  • Verwendung von Fach- und Symbolsprache

Bewertung

  • Beurteilen von Alltagskontexten mit naturwissenschaftlichen Kenntnissen
  • Abwägen und bewerten von Handlungsfolgen auf Natur und Gesellschaft
  • Reflektieren und bewerten von Handlungsoptionen als Grundlage gesellschaftlicher Partizipation

Nutzung fachlicher Konzepte

  • Konzeptbezogenes Strukturieren von Sachverhalten
  • Vernetzen von Sachverhalten und Konzepten
  • Problemorientiertes und konzeptbezogenes Erschließen von Sachverhalten

 

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