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Fachbereich 2

Das Fach PoWi

No one pretends that democracy is perfect or all-wise. […] Democracy is the worst form of government except for all those other forms that have been tried from time to time.

 (Winston Churchill in einer Rede vor dem britischen Unterhaus am 11. November 1947)

 

Ziele und Fragestellungen des Fachs Politik & Wirtschaft am Johanneum

Grundlegende Zielsetzung und gleichzeitige Rechtfertigung des Faches ist es, die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Menschen in einer lebendigen Demokratie zu erziehen.

Dazu beschäftigen wir uns mit vielfältigen und aktuellen Fragestellungen aus den Bereichen Demokratie, Gesellschaft, Umwelt, Recht, Wirtschaft, Globalisierung und Internationale Sicherheit. Beispiele sind…

  • Wofür stehen die politischen Parteien?
  • Was macht eigentlich die Bürgermeisterin?
  • Warum gibt es Kriege und Konflikte auf der Welt?
  • Was können wir gegen den Klimawandel tun?
  • Woher kommt unser Geld?
  • Warum zahlen wir Steuern?
  • Warum verdienen Frauen im Beruf oft weniger als Männer?
  • Wie bewerbe ich mich bei einem Unternehmen?
  • Wie läuft eine Gerichtsverhandlung ab?
  • Wer bezahlt meinen Arztbesuch?
  • Warum flüchten viele Menschen aus Afrika?
  • Was tut die Europäische Union für mich?

 

Arbeitsweise im Fach Politik & Wirtschaft

Im Rahmen dieser Inhalte bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an, den Unterricht zu öffnen und entweder „auf Reisen zu gehen“ und die Schule zu verlassen oder außerschulische Experten in den Klassenraum einzuladen. So können beispielsweise eine Gerichtsverhandlung, das Herborner Rathaus oder andere interessante Lernorte besucht werden. Im Politik Leistungskurs findet regelmäßig eine Kursfahrt nach Berlin statt, in deren Rahmen auch der Deutsche Bundestag besucht wird.

Zu den regelmäßigen außerschulischen Experten gehören unter anderem Personalreferenten von regionalen Unternehmen, die mit den Schülern ein Bewerbungstraining durchführen; Afghanistanveteranen, die kritisch über Auslandseinsätze der Bundeswehr diskutieren; Rechtsanwälte, die zahlreiche juristische Fragen beantworten; Entwicklungshelfer, die von ihren Erfahrungen berichten und natürlich regionale Politiker, die sich den Fragen der Schüler stellen.

Doch auch im „normalen“ Unterricht in der Schule können vielfältige und abwechslungsreiche Arbeitsmethoden genutzt werden. Kooperatives Arbeiten mit dem Partner oder in der Gruppe stellt dabei die Basis dar. In diesem Rahmen werden natürlich Texte gelesen, können aber auch Kurzfilme geschaut oder gedreht, Rollenspiele, Simulationen oder sogar Planspiele durchgeführt werden, im Internet recherchiert und natürlich diskutiert und debattiert werden. Denn im Politikunterricht gibt es oft kein „richtig oder falsch“, dafür aber unterschiedliche Meinungen, die fachkundig begründet werden sollten. Dabei tolerieren wir alle Meinungen, die sich im Rahmen des Grundgesetzes vertreten lassen und bemühen uns Inhalte, die in der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, auch im Unterricht kontrovers darzustellen (Audiatur et altera pars – [lat.] Man höre auch die andere Seite). Wenn sich ein(e) Schüler(in) auf dieser Grundlage eine politische Meinung bildet, haben wir unser Ziel des „mündigen Bürgers“ erreicht.

 

Richtlinien für das Fach Politik  Wirtschaft

Zudem formuliert das Kerncurriculum des hessischen Kultusministeriums folgende Richtlinien, denen wir uns nicht nur verpflichtet sehen, sondern die unsere Überzeugung darstellen.

„Demokratie verlangt die mündige Bürgerin bzw. den mündigen Bürger, der seine Rechte kennt, einfordert, vertritt und diese auch verteidigt und selbstverantwortlich umsetzt. Eine marktwirtschaftliche Ordnung erfordert, dass die Individuen ihre Handlungsalternativen sowohl als (zukünftige) Erwerbstätige wie als Konsumenten einschätzen, bewerten und gestalten können. […]

Das Fach grenzt sich von Positionen ab, die im Gegensatz zum Werte- und Grundkonsens des Grundgesetzes stehen. Dabei nimmt Empathie eine Schlüsselkompetenz ein, denn sie ermöglicht es, unter Wahrung der eigenen Identität Positionen anderer zu verstehen und zu tolerieren. […]

Das Fach Politik und Wirtschaft leistet einen entscheidenden Beitrag, indem es zum nachhaltigen Lernen anregt und zum politischen Engagement ermutigt. […] 

Zu den Qualitätsmerkmalen des Unterrichts im Fach Politik und Wirtschaft gehört, dass Kompetenzzuwächse ermöglicht werden, ohne dabei das Recht der Lernenden auf individuelle Meinungs- und Urteilsbildung einzuschränken. Außerdem sollen Inhalte politischer und ökonomischer Bildung, die in den Wissenschaften und in der Politik offen und kontrovers diskutiert werden, auch im Fach Politik und Wirtschaft kontrovers behandelt werden (Beutelsbacher Konsens).“

(Bildungsstandards und Inhaltsfelder – Das neue Kerncurriculum für Hessen, Hessisches Kultusministerium, S. 11f.)

 

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