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Fachbereich 2

Jugend debattiert

In der politischen Bildung hat die Erziehung zur Demokratie-Mündigkeit oberste Priorität. Auf anspruchsvollem Niveau und unter Anerkennung der Verschiedenheit der Interessen und Perspektiven auf der Basis von Argumenten Streitfragen sach­gerecht austragen zu können, ist eine der wichtigsten Grundlagen für das Bestehen unserer Demokratie. So wie umgekehrt das Schwarz-Weiß-, das Gut-Böse-Denken, eine hohe Gefahr für diese darstellt. Demgegenüber wird im Rahmen von Jugend debattiert den jungen Menschen gezeigt, wie sie unter Einbeziehung der Gründe der anderen Seite präzise Argumente darlegen und Stellung beziehen können, wie sie Kritik ausdrucksstark und mit Respekt für den Anderen formulieren können. Wer sich Debatten stellt, erkennt an, dass es unterschiedliche Positionen gibt und dass Vielfalt Basis unserer politischen Kultur und Grundlage für unsere Demokratie ist.

Regionalfinale von "Jugend debattiert" 2019Regionalfinale von "Jugend debattiert" 2019Debatten folgen im Gegensatz zur Diskussion festen Regeln. So wird das Thema grundsätzlich als Streitfrage gestellt, denn immer geht es um die Frage, ob es nicht gegenüber dem Bestehenden eine bessere Regelung geben könnte. So wurde beim Schulfinale 2019 am Johanneum in der Sekundarstufe I über die Frage, ob privates Silvesterfeuerwerk verboten werden soll, debattiert; in der Sekundarstufe II galt es, Argumente bezüglich des Themas „Soll in Deutschland ein generelles Tempolimit auf Autobahnen eingeführt werden“? gegeneinander abzuwägen. Sieger des Schulfinales "Jugend debattiert 2019"Sieger des Schulfinales "Jugend debattiert 2019"

Nach einer Eröffnungsrede von jeweils zwei Minuten sowohl für die zwei VertreterInnen der Pro- als auch die zwei der Contra-Seite erfolgt eine freie Aussprache von acht Minuten. Abschließend erhält jeder Debattant / jede Debattantin noch einmal eine Minute für ein Fazit. 

 

 

Bewertet wird nach vier Kriterien:

Sachkenntnis:
Wird gewusst, um was es geht? Waren Hintergrundwissen und Zusammenhänge in Bezug auf die Streitfrage präsent?

Ausdrucksfähigkeit:
Wie verständlich und niveauvoll wird das ausgedrückt, was gemeint ist? Unterstützen Sprechweise, Mimik und Gestik das Gesagte?

Gesprächsfähigkeit:
Wird genau zugehört? Werden die Aussagen der anderen DebattantInnen aufgenommen und angemessen gewürdigt? Stehen Respekt vor Person und Position aller Teilnehmenden im Vordergrund?

Überzeugungskraft:
Werden die Argumente glaubwürdig und nachvollziehbar dargelegt? Gelingt es den DebattantInnen, sich auf die wesentlichen Aspekte der Streitfrage zurück zu beziehen?

 

Damit zeigt sich sehr deutlich, dass die hier erlernten Kompetenzen auch in vielen anderen Bereichen, so auch in anderen Fächern, im Verein, in der Familie, in der SV, aber natürlich auch in der Politik in all ihren Facetten genutzt werden können.

Schüler und Schülerinnen, die sich hier weiter bilden möchten, können ab der neunten Klasse an der AG „Jugend debattiert“ teilnehmen. Ansprechpartnerinnen sind Sara Friedrich und Martina Gerber.

Hier erwirbt man auch die Qualifikationen, die zur Teilnahme am schulinternen Wettbewerb von „Jugend debattiert“ befähigen. Hierbei gibt es für die Sekundarstufe I und die Sek. II getrennte Wettbewerbsrunden. Die beiden jeweils Bestqualifizierten aus jeder Runde dürfen an der Qualifikation für das Regional-Finale teilnehmen. Auf das Regional-Finale folgt dann das Landes-Finale, das für Hessen in Frankfurt ausgetragen wird. Die 64 Besten aus ganz Deutschland treffen sich schließlich zur Qualifikation für das Bundes-Finale in Berlin.

Möglich wäre all dieses nicht ohne die Unterstützung von Stiftungen wie der Hertie-Stiftung und der Heinz Nixdorf-Stiftung oder der Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Bildung. Die Schirmherrschaft für den seit 2001 bestehenden Wettbewerb hat der Bundespräsident inne. Denn der höchste Repräsentant der Bundesrepublik möchte damit verdeutlichen, dass die Erziehung zur Demokratie nach wie vor die oberste Priorität besitzt.

 

Berichte über vergangene "Jugend debattiert"-Projekte:

Marie Spänig erlangt dritten Platz im Regionalfinale von Jugend debattiert

Schulfinale Jugend debattiert 2019

Jugend debattiert - Halbfinale Regionalwettbewerb 2018

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