Johanneum Gymnasium Herborn

Im Zeitraum zwischen dem 18. und 21. September fand an der TU Freiberg ein MINT-Camp, mit dem Thema „Von digital zu real: Wie ein Prototyp entsteht“, statt. Nachfolgend lesen Sie dazu einen Bericht von Felix Laucht:

Am Montag, dem Tag der Anreise, wurde uns nach der Begrüßung mittags direkt unsere Aufgabe während des viertägigen MINT-Camps vorgestellt. Diese bestand darin, einen Prototyp für ein Werbegeschenk der TU zu gestalten. Wir wurden dann in Zweier-Gruppen eingeteilt und haben uns in diesen Gedanken und dann erste Skizzen gemacht, was wir konstruieren wollen. Nach dieser kreativen Phase wurden uns noch die „3D-Drucker“, also die Möglichkeiten der additiven Fertigungstechnik der Universität, bei der Material hinzugefügt und nicht abgetragen wird, gezeigt, sowie deren Funktionsweise erläutert. Dabei wird, anders als man es vielleicht kennt, Kunststoffpulver schichtweise, an den Stellen, die später fest sein sollen, mit einem Bindemittel besprüht. Der Tag endete mit einem gemütlichen Grillen auf dem Campusgelände mit den Professoren und Studenten.

Am Dienstag erfolgte in der Universität die Einweisung in das recht umfangreiche CAD-Programm „NX10“, von dem Professor für Konstruktions- und Fertigungstechnik, Dr.-Ing. Geipel. Um unsere Prototypen in dem Programm umzusetzen, brauchten wir, unterbrochen von einem Mittagessen, den ganzen Tag. Als wir unsere Prototypen fertig modelliert hatten, wurden die Dateien an das Prototypenzentrum Dresden verschickt, um dort über Nacht „ausgedruckt“ zu werden.

Den nächsten Tag fuhren wir dann nach Dresden, um unsere Produkte planmäßig abzuholen. Bevor wir diese erhielten, wurden wir durch die Firma geführt und uns wurde ein guter Einblick darin gewährt, wie und warum die additive Fertigungstechnik in der Prototypenherstellung seine Berechtigung findet. Dann konnten wir zum ersten Mal unsere Modelle in echt begutachten und anschließend mitnehmen. Nach einer Stadtrundfahrt in Dresden, erstellten wir, zurück in Freiberg, eine kurze Präsentation unserer Ergebnisse, bei der wir neben der Ideenfindung auch eventuelle Schwierigkeiten darstellten. Am letzten Abend wurde uns noch die Geschichte der Stadt und Uni in Freiberg bei einer Stadtrundführung erzählt.

Am Donnerstag endete das MINT-Camp nach der Präsentation unserer Prototypen und einer Feedbackrunde und wir konnten mit vielen neuen Erfahrungen und einem selbst entwickelten Prototyp abreisen.

Abschließend kann ich nur jedem ein solches MINT-Camp ans Herz legen, der sich für eines der Themen interessiert. Man lernt eine Menge und hat dabei noch viel Spaß. Außerdem trifft man andere Menschen, die sich für das Gleiche interessieren und entgegen dem Vorurteil, nicht „alles nur Nerds“ sind.

Felix Laucht

 

Modellieren der Prototypen am PC

 

Fertige Modelle

 

Gruppenfoto mit allen 16 Teilnehmern und zwei Begleitpersonen