• Würdest du lieber gegen eine pferdegroße Ente oder zehn entengroße Pferde im Kampf antreten? Das ist hier die Frage.

    Würdest du lieber gegen eine pferdegroße Ente oder zehn entengroße Pferde im Kampf antreten? Das ist hier die Frage.

    Sara Sommerfeld und Luise Renner berichten über ihre Erfahrungen bei der hessischen Schülerakademie: Wer stellt dir solche Fragen? Die hessische Schülerakademie - davon haben wir das erste Mal per Mail von unserer Lehrerin erfahren. Ein Programm, bei dem motivierte und fachinteressierte Schüler:innen aus ganz Hessen auf der Burg Fürsteneck (Nähe Fulda) zusammentreffen und gemeinsam ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbauen. Dies wird von Professor:innen, Student:innen und der Goethe Universität in Frankfurt begleitet. Uns hat vor allem angesprochen, dass man dort in den jeweiligen Fachkursen lernt, wissenschaftlich zu arbeiten, denn dieses Angebot soll eine Brücke zwischen Schule und Hochschule darstellen. Die Weiterbildung geschieht allerdings nicht durch Frontalunterricht oder Vorträge, sondern man erarbeitet Thematiken selbst und wird zum Lehrenden. Dabei bereiten sich die Teilnehmenden vor den zwei Wochen Akademiezeit (eine digitale Woche und eine Präsenzwoche) darauf vor, den anderen in ihrem Kurs das Gelernte durch eine Präsentation zu vermitteln. Die hessische Schülerakademie haben wir als eine Herausforderung angesehen, gleichzeitig aber auch als eine Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen, die womöglich die eigenen Interessen teilen. Aber damit ihr, liebe Leser:innen, besser versteht, wie es dort war, hier ein kleiner Einblick in den Tagesablauf: Vormittags hatten wir für dreieinhalb Stunden unsere Fachkurse, für die Mathematik, Physik, Philosophie, Geschichte und Musik zur Auswahl standen. Nachmittags fanden die musisch-kulturellen Wahlkurse statt und wir konnten uns zwischen Fotografie, Lederarbeiten, Improtheater, Elektronische Musik, Instrumentalmusik und Poetry entscheiden. Abends gab es dann die sogenannte „Freie Projektzeit“, in der jeder, der wollte, ein eigenes Projekt anbieten konnte. Von Debattieren über Waldspaziergang bis hin zu Walzer war alles dabei. Viel Freizeit blieb einem am Ende nicht wirklich.   Luise Renner (Mathematikkurs und Lederarbeiten): ,,Ich mag Mathe''. Ich bin bei diesem Satz schon oft auf Unverständnis gestoßen und war mir sicher, dass das im Mathefachkurs der Akademie wohl absolut nicht der Fall sein würde. Damit hatte ich recht, nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass der Satz bei den anderen wohl eher ,,Ich liebe Mathe über alles!'' lauten würde. Zum ersten Mal wurde mir das bei einem Kennenlernpicknick meines Kurses bewusst. Diese Erfahrung lässt sich inwiefolgt sehr gut in wenigen Zitaten beschreiben: ,,Uuhh, und was ist deine Lieblingsformel?“, ,,Ja, ich mache auch ein Mathestudium neben der Schule“ und ,,Ich habe Übungsblätter mitgebracht!'“. Ich ging eingeschüchtert aus dem Treffen heraus. Auch zu Hause musste ich mich bei der Einarbeitung in mein Thema (Fermats letzter Satz, Abc-Vermutung) wirklich durchbeißen, denn ich musste mir erst das Lesen von mathematischen Skripten, neue Rechentechniken und das Arbeiten mit den Programm Latex aneignen. Die erste (digitale) Woche gestaltete sich als Aneinanderreihung von Hochs und Tiefs - ein fliegender Wechsel zwischen Forderung und Überforderung - was mich sehr frustrierte. Ich war dies nicht gewohnt und mein eigener Leistungsdruck machte mir zu schaffen. Die zweite Woche fand dann in Präsenz auf der Burg statt und übertraf die erste um Längen. In Mathe kam ich jetzt gut mit, aber noch ausschlaggebender waren die Menschen, die ich kennenlernte. Meistens wurde der Abend mit Wein und Gesprächsthemen wie Politik, das Patriarchat oder die großen Philosophen der Weltgeschichte verbracht und nur zwei Stunden Schlaf mussten dann eben in Kauf genommen werden, denn morgens ging es gleich los mit Mathe. Nachmittags besuchte ich meinen Wahlkurs ,,Lederarbeiten" und bin nun stolze Besitzerin eines handgemachten (und tragbaren!) Gürtels.   Sara Sommerfeld (Musikkurs und Poetrykurs): „Klang und Macht“ - das war das Thema unseres Musikkurses. Obwohl ich bereits Musik abgewählt habe, hat mir dieser Kurs gezeigt, wie spannend doch Musik sein kann. Die Verbindung von Politik und Musik war mir vorher gar nicht so bewusst. Auch ich musste als Vorbereitung eine Menge wissenschaftlicher Texte lesen und mich mit einem mir bis dahin unbekanntem Thema auseinandersetzen. Die Themen wurden von einem Team aus Studierenden und Schüler:innen erarbeitet. Ich habe mich intensiver mit Jazz im Nationalsozialismus beschäftigt und so die Dinge, die ich bereits aus dem Geschichtsunterricht kannte, mit dem Thema Musik verknüpft. Bei unserem ersten Treffen haben wir jede Menge lustiger  Kennenlernspiele gespielt. Dennoch gestaltete sich auch bei mir die erste „digitale“ Woche deutlich schwieriger. Internetprobleme, Distanz zu den anderen Kursteilnehmer:innen und die lange Dauer der Videokonferenzen haben das ganze erschwert. Dafür war aber die Zeit auf der Burg umso besser. Man hat dort die Menschen, die man sonst nur aus dem Bildschirm kannte, näher kennengelernt und viele schöne Stunden miteinander verbracht. Da wir dort auch alle in Präsenz waren, konnten wir auch zusammen musizieren. Nachmittags hatte ich meinen Wahlkurs Poetry. In diesem Kurs haben wir unserer Kreativität freien Lauf gelassen und selbst Gedichte und andere poetische Texte verfasst. Mein Highlight des Kurses war eine Übung zum Vortragen. Bei dieser sollten wir unsere Texte wütend und besonders laut vorlesen. Wir haben die Übung im Freien gemacht und uns dann darüber amüsiert, dass die in der Nähe stehende telefonierende Radfahrerin, sich mit jedem weiteren Text immer weiter entfernte. Unser gemeinsames Highlight waren aber definitiv die weltoffenen und inspirierenden Menschen. Dadurch herrschte eine Atmosphäre vor, in der wir uns wirklich sehr wohl fühlten. Auch die Betreuenden begegneten einem in der vorherrschenden ,,Duzkultur“ auf Augenhöhe und man verbrachte auch die Freizeit gerne zusammen. Uns alle verband das Interesse Neues zu lernen, was nicht nur in den Kursen, sondern auch in vielen einzigartigen Gesprächen der Fall war. Man konnte Bekanntschaft mit Leuten machen, die man nicht alle Tage auf der Straße trifft. Jeder besaß so individuelle Persönlichkeiten oder auch Geschichten und es machte unglaublich Spaß, diesen zu lauschen. Auch die Diskussionen brachten einen weiter, aufgrund der immer sehr fundierten Argumentationen. Selbst wenn unterschiedliche Meinungen aufeinander trafen, behandelte man sich gegenseitig respektvoll. Toleranz und politische Korrektheit wurde in jeder Hinsicht groß geschrieben.  Man konnte nicht nur gut miteinander reden, sondern auch tanzen und fand sich eigentlich jeden Abend auf dem Burghof zum Kontratanzen wieder. Man könnte meinen, britischer Gruppentanz aus dem 16. Jahrhundert und Amüsement haben nicht so viel miteinander zu tun. Wir können dazu nur sagen: Man irrt sich gewaltig. Einfach mal ausprobieren!   Insgesamt war es wirklich eine tolle Zeit, in der man sowohl Spaß haben konnte als auch viel Neues gelernt hat.  Dabei muss einem allerdings klar sein, dass man bereit sein sollte, viel Zeit zu investieren und auch Vor- und Nachbereitung nötig sind. Der Lernprozess beinhaltet nicht nur stumpfes Einlesen in seine Themen, sondern vielmehr den Umgang mit wissenschaftlichen Fachtexten oder auch sein Wissen anderen in Präsentationen zu vermitteln. Außerdem war der Besuch der Akademie auch eine persöniche Bereicherung, da man sah, was möglich sein kann, wenn man sein Potential in dieser Gemeinschaft wirklich voll ausschöpft. Es muss dazu allerdings auch gesagt werden, dass man diese Zusammenkunft äußerlich betrachtet wohl auch als etwas elitär beschreiben könnte. Die Akademie sucht nicht nach Menschen, die einen besonders guten Notenschnitt haben, sondern möchte wissbegierige und talentierte Schüler:innen individuell fördern, was unser heutiges Bildungssystem nicht immer zu leisten vermag. Deshalb kommen wir zu dem Schluss, dass es sich gelohnt hat und es definitiv auch weiterzuempfehlen ist. Also wenn dein Interesse geweckt wurde und du Spaß daran hättest, dich weiterzubilden, dann sehen wir uns vielleicht nächstes Jahr auf der Burg!   Sara Sommerfeld und Luise Renner

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  • Klasse 6c gestaltet Plakate zum Lions-Friedensplakat-Wettbewerb

    Klasse 6c gestaltet Plakate zum Lions-Friedensplakat-Wettbewerb

     Im Rahmen des Kunstunterrichts wurden die Kunstwerke erschaffen...

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  • Schulfinale „Jugend debattiert“ am Johanneum – Die Sieger stehen fest

    Schulfinale „Jugend debattiert“ am Johanneum – Die Sieger stehen fest

    Auch in diesem Schuljahr fanden im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts im WU-Kurs "Jugend debattiert" zahlreiche Debatten am Johanneum statt.

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  • HEUREKA-Wettbewerb „Mensch und Natur“ am Johanneum Gymnasium Herborn

    HEUREKA-Wettbewerb „Mensch und Natur“ am Johanneum Gymnasium Herborn

    Auch in diesem Jahr nahm das Johanneum Gymnasium Herborn im November wieder am Wettbewerb „HEUREKA! - Mensch und Natur“ teil.

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  • Vorlesewettbewerb am Johanneum

    Vorlesewettbewerb am Johanneum

    Jannis (6b) und Maja (6c) gewinnen den diesjährigen Schulentscheid

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  • Vom Klassenraum ins Labor – die Biologie-Leistungskurse des Johanneums besuchten die Herderschule in Gießen

    Vom Klassenraum ins Labor – die Biologie-Leistungskurse des Johanneums besuchten die Herderschule in Gießen

    Am 18. bzw. 19.11.21 besuchten die drei Biologie-Leistungskurse von Herrn Nebel, Frau Ringkowski und Frau Szkitsak das molekularbiologische Schülerlabor der Herderschule.

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  • Johanneum aus der Luft 1
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  • Johanneum aus der Luft 2
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   Der Nachmittagsunterricht am Dienstag (25.01.22), am Mittwoch (26.01.22) und am Donnerstag (27.01.22)  entfällt wegen Zeugniskonferenzen.
Aufgrund der Corona-Pandemie können dieses Jahr leider keine Schulführungen und kein "Tag der offenen Tür" stattfinden. Mithilfe eines Videos können Sie sich zum Übergang von der Grundschule auf das Johanneum informieren. Zudem können Sie sich zusätzlich eine digitale Schulführung ansehen. Darüber hinaus finden Sie Informationen zum Johanneum in unserer Broschüre "Herzlich Willkommen am Johanneum" . Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Schulleitung telefonisch gern zur Verfügung!
Wir bitten Sie auch den aktuellen Hygieneplan 9.0 (Stand 08.11.2021) zur Kenntnis zu nehmen. Die zugehörigen Anlagen zum neuen Hygieneplan 9.0 und weitere Hinweise zum Schulbetrieb während der Corona-Pandemie finden Sie auf folgender Informationsseite .

Das Johanneum Gymnasium

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Johanneum. Verschaffen Sie sich auf unserer Homepage einen optischen und inhaltlichen Eindruck von unserer Schule, einem der größten Gymnasien Hessens. Lernen Sie unseren Grundsatz „Fordern und Fördern“ sowie unsere vielfältigen Schwerpunkte kennen. Unsere offene Atmosphäre und den von Respekt und Wertschätzung geprägten Umgang miteinander können Sie allerdings am besten bei einem Besuch bei uns kennenlernen. Sollten Sie die von Ihnen gesuchten Informationen hier nicht finden, freuen wir uns über einen Anruf von Ihnen in unserem Sekretariat oder einen anderen Weg der Kontaktaufnahme.

Ihre Jutta Waschke, Schulleiterin

  • Würdest du lieber gegen eine pferdegroße Ente oder zehn entengroße Pferde im Kampf antreten? Das ist hier die Frage.

    Würdest du lieber gegen eine pferdegroße Ente oder zehn entengroße Pferde im Kampf antreten? Das ist hier die Frage.

    Sara Sommerfeld und Luise Renner berichten über ihre Erfahrungen bei der hessischen Schülerakademie: Wer stellt dir solche Fragen? Die hessische Schülerakademie - davon haben wir das erste Mal per Mail von unserer Lehrerin erfahren. Ein Programm, bei dem motivierte und fachinteressierte Schüler:innen aus ganz Hessen auf der Burg Fürsteneck (Nähe Fulda) zusammentreffen und gemeinsam ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbauen. Dies wird von Professor:innen, Student:innen und der Goethe Universität in Frankfurt begleitet. Uns hat vor allem angesprochen, dass man dort in den jeweiligen Fachkursen lernt, wissenschaftlich zu arbeiten, denn dieses Angebot soll eine Brücke zwischen Schule und Hochschule darstellen. Die Weiterbildung geschieht allerdings nicht durch Frontalunterricht oder Vorträge, sondern man erarbeitet Thematiken selbst und wird zum Lehrenden. Dabei bereiten sich die Teilnehmenden vor den zwei Wochen Akademiezeit (eine digitale Woche und eine Präsenzwoche) darauf vor, den anderen in ihrem Kurs das Gelernte durch eine Präsentation zu vermitteln. Die hessische Schülerakademie haben wir als eine Herausforderung angesehen, gleichzeitig aber auch als eine Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen, die womöglich die eigenen Interessen teilen. Aber damit ihr, liebe Leser:innen, besser versteht, wie es dort war, hier ein kleiner Einblick in den Tagesablauf: Vormittags hatten wir für dreieinhalb Stunden unsere Fachkurse, für die Mathematik, Physik, Philosophie, Geschichte und Musik zur Auswahl standen. Nachmittags fanden die musisch-kulturellen Wahlkurse statt und wir konnten uns zwischen Fotografie, Lederarbeiten, Improtheater, Elektronische Musik, Instrumentalmusik und Poetry entscheiden. Abends gab es dann die sogenannte „Freie Projektzeit“, in der jeder, der wollte, ein eigenes Projekt anbieten konnte. Von Debattieren über Waldspaziergang bis hin zu Walzer war alles dabei. Viel Freizeit blieb einem am Ende nicht wirklich.   Luise Renner (Mathematikkurs und Lederarbeiten): ,,Ich mag Mathe''. Ich bin bei diesem Satz schon oft auf Unverständnis gestoßen und war mir sicher, dass das im Mathefachkurs der Akademie wohl absolut nicht der Fall sein würde. Damit hatte ich recht, nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass der Satz bei den anderen wohl eher ,,Ich liebe Mathe über alles!'' lauten würde. Zum ersten Mal wurde mir das bei einem Kennenlernpicknick meines Kurses bewusst. Diese Erfahrung lässt sich inwiefolgt sehr gut in wenigen Zitaten beschreiben: ,,Uuhh, und was ist deine Lieblingsformel?“, ,,Ja, ich mache auch ein Mathestudium neben der Schule“ und ,,Ich habe Übungsblätter mitgebracht!'“. Ich ging eingeschüchtert aus dem Treffen heraus. Auch zu Hause musste ich mich bei der Einarbeitung in mein Thema (Fermats letzter Satz, Abc-Vermutung) wirklich durchbeißen, denn ich musste mir erst das Lesen von mathematischen Skripten, neue Rechentechniken und das Arbeiten mit den Programm Latex aneignen. Die erste (digitale) Woche gestaltete sich als Aneinanderreihung von Hochs und Tiefs - ein fliegender Wechsel zwischen Forderung und Überforderung - was mich sehr frustrierte. Ich war dies nicht gewohnt und mein eigener Leistungsdruck machte mir zu schaffen. Die zweite Woche fand dann in Präsenz auf der Burg statt und übertraf die erste um Längen. In Mathe kam ich jetzt gut mit, aber noch ausschlaggebender waren die Menschen, die ich kennenlernte. Meistens wurde der Abend mit Wein und Gesprächsthemen wie Politik, das Patriarchat oder die großen Philosophen der Weltgeschichte verbracht und nur zwei Stunden Schlaf mussten dann eben in Kauf genommen werden, denn morgens ging es gleich los mit Mathe. Nachmittags besuchte ich meinen Wahlkurs ,,Lederarbeiten" und bin nun stolze Besitzerin eines handgemachten (und tragbaren!) Gürtels.   Sara Sommerfeld (Musikkurs und Poetrykurs): „Klang und Macht“ - das war das Thema unseres Musikkurses. Obwohl ich bereits Musik abgewählt habe, hat mir dieser Kurs gezeigt, wie spannend doch Musik sein kann. Die Verbindung von Politik und Musik war mir vorher gar nicht so bewusst. Auch ich musste als Vorbereitung eine Menge wissenschaftlicher Texte lesen und mich mit einem mir bis dahin unbekanntem Thema auseinandersetzen. Die Themen wurden von einem Team aus Studierenden und Schüler:innen erarbeitet. Ich habe mich intensiver mit Jazz im Nationalsozialismus beschäftigt und so die Dinge, die ich bereits aus dem Geschichtsunterricht kannte, mit dem Thema Musik verknüpft. Bei unserem ersten Treffen haben wir jede Menge lustiger  Kennenlernspiele gespielt. Dennoch gestaltete sich auch bei mir die erste „digitale“ Woche deutlich schwieriger. Internetprobleme, Distanz zu den anderen Kursteilnehmer:innen und die lange Dauer der Videokonferenzen haben das ganze erschwert. Dafür war aber die Zeit auf der Burg umso besser. Man hat dort die Menschen, die man sonst nur aus dem Bildschirm kannte, näher kennengelernt und viele schöne Stunden miteinander verbracht. Da wir dort auch alle in Präsenz waren, konnten wir auch zusammen musizieren. Nachmittags hatte ich meinen Wahlkurs Poetry. In diesem Kurs haben wir unserer Kreativität freien Lauf gelassen und selbst Gedichte und andere poetische Texte verfasst. Mein Highlight des Kurses war eine Übung zum Vortragen. Bei dieser sollten wir unsere Texte wütend und besonders laut vorlesen. Wir haben die Übung im Freien gemacht und uns dann darüber amüsiert, dass die in der Nähe stehende telefonierende Radfahrerin, sich mit jedem weiteren Text immer weiter entfernte. Unser gemeinsames Highlight waren aber definitiv die weltoffenen und inspirierenden Menschen. Dadurch herrschte eine Atmosphäre vor, in der wir uns wirklich sehr wohl fühlten. Auch die Betreuenden begegneten einem in der vorherrschenden ,,Duzkultur“ auf Augenhöhe und man verbrachte auch die Freizeit gerne zusammen. Uns alle verband das Interesse Neues zu lernen, was nicht nur in den Kursen, sondern auch in vielen einzigartigen Gesprächen der Fall war. Man konnte Bekanntschaft mit Leuten machen, die man nicht alle Tage auf der Straße trifft. Jeder besaß so individuelle Persönlichkeiten oder auch Geschichten und es machte unglaublich Spaß, diesen zu lauschen. Auch die Diskussionen brachten einen weiter, aufgrund der immer sehr fundierten Argumentationen. Selbst wenn unterschiedliche Meinungen aufeinander trafen, behandelte man sich gegenseitig respektvoll. Toleranz und politische Korrektheit wurde in jeder Hinsicht groß geschrieben.  Man konnte nicht nur gut miteinander reden, sondern auch tanzen und fand sich eigentlich jeden Abend auf dem Burghof zum Kontratanzen wieder. Man könnte meinen, britischer Gruppentanz aus dem 16. Jahrhundert und Amüsement haben nicht so viel miteinander zu tun. Wir können dazu nur sagen: Man irrt sich gewaltig. Einfach mal ausprobieren!   Insgesamt war es wirklich eine tolle Zeit, in der man sowohl Spaß haben konnte als auch viel Neues gelernt hat.  Dabei muss einem allerdings klar sein, dass man bereit sein sollte, viel Zeit zu investieren und auch Vor- und Nachbereitung nötig sind. Der Lernprozess beinhaltet nicht nur stumpfes Einlesen in seine Themen, sondern vielmehr den Umgang mit wissenschaftlichen Fachtexten oder auch sein Wissen anderen in Präsentationen zu vermitteln. Außerdem war der Besuch der Akademie auch eine persöniche Bereicherung, da man sah, was möglich sein kann, wenn man sein Potential in dieser Gemeinschaft wirklich voll ausschöpft. Es muss dazu allerdings auch gesagt werden, dass man diese Zusammenkunft äußerlich betrachtet wohl auch als etwas elitär beschreiben könnte. Die Akademie sucht nicht nach Menschen, die einen besonders guten Notenschnitt haben, sondern möchte wissbegierige und talentierte Schüler:innen individuell fördern, was unser heutiges Bildungssystem nicht immer zu leisten vermag. Deshalb kommen wir zu dem Schluss, dass es sich gelohnt hat und es definitiv auch weiterzuempfehlen ist. Also wenn dein Interesse geweckt wurde und du Spaß daran hättest, dich weiterzubilden, dann sehen wir uns vielleicht nächstes Jahr auf der Burg!   Sara Sommerfeld und Luise Renner

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  • Klasse 6c gestaltet Plakate zum Lions-Friedensplakat-Wettbewerb

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  • Schulfinale „Jugend debattiert“ am Johanneum – Die Sieger stehen fest

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    Auch in diesem Schuljahr fanden im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts im WU-Kurs "Jugend debattiert" zahlreiche Debatten am Johanneum statt.

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  • HEUREKA-Wettbewerb „Mensch und Natur“ am Johanneum Gymnasium Herborn

    HEUREKA-Wettbewerb „Mensch und Natur“ am Johanneum Gymnasium Herborn

    Auch in diesem Jahr nahm das Johanneum Gymnasium Herborn im November wieder am Wettbewerb „HEUREKA! - Mensch und Natur“ teil.

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    Vorlesewettbewerb am Johanneum

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  • Vom Klassenraum ins Labor – die Biologie-Leistungskurse des Johanneums besuchten die Herderschule in Gießen

    Vom Klassenraum ins Labor – die Biologie-Leistungskurse des Johanneums besuchten die Herderschule in Gießen

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26Jan
17 Jan 2022 - 28 Jan 2022
Praktikum E-Phase
04Feb
04 Feb 2022
Zeugnisausgabe
14Feb
14 Feb 2022 - 25 Feb 2022
Betriebspraktikum 9 D+E+F+G
14Feb
14 Feb 2022
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